Vorteile und Nachteile einer Risikolebensversicherung

Wer seine Familie für den Fall eines unvorhergesehenen Todes schützen möchte, der greift zu einer Risikolebensversicherung. Das Gefühl von Sicherheit, was durch diese Form der Absicherung entsteht, ist dann auch einer der Hauptgründe, warum viele Menschen eine Risikolebensversicherung überhaupt abschließen. Denn wenngleich natürlich niemand mit einem Todesfall rechnet, ist es doch besser abgesichert zu sein. Allerdings ist eine solche Versicherung nicht immer sinnvoll und es gibt auch Nachteile, die mit dieser Art von Versicherungspolice einhergehen und die man sich daher vor Augen halten sollte. Wir zeigen daher sowohl die Vor- als auch die Nachteile der Risikolebensversicherung auf, damit jeder Verbraucher eine für ihn stimmige Entscheidung treffen kann.

10 Gründe für eine Risikolebensversicherung

Einer der Gründe schlechthin, der für die Risikolebensversicherung spricht, ist mit Sicherheit der finanzielle Schutz für die Hinterbliebenen, der auf diesem Weg garantiert wird. Grund Nummer zwei für eine solche Versicherung leitet sich wiederum aus dem Hinterbliebenenschutz ab. Denn viele Versicherungsnehmer fühlen sich einfach wohler, wenn sie wissen, dass ihre Liebsten abgesichert sind. Dieses positive Gefühl spricht daher ebenso für den Abschluss einer solchen Versicherung, die darüber hinaus auch als Absicherung bei der Aufnahme eines Darlehens oder Kredits abgeschlossen werden kann. Somit kann eine Risikoversicherung auch zum Schutz der eigenen Geschäftspartner dienen, wenn zum Beispiel ein gemeinsamer Kredit aufgenommen wurde. Daher kommt eine solche Police also in einer Vielzahl von Situationen infrage.

Im Übrigen sind einige Kreditgeschäfte überhaupt nur bei Abschluss einer Risikolebensversicherung möglich, so dass den Verbraucher mit Hilfe dieser Versicherung bei einer Vielzahl von Finanzinstituten viel mehr Möglichkeiten offen stehen.

Grund Nummer fünf für eine solche Versicherung ist die Tatsache, dass die Beiträge trotz der zum Teil sehr hohen Versicherungssummen eher niedrig ausfallen. Schon für kleines Geld kann eine entsprechende Police abgeschlossen werden, wobei die Überschüsse dem Beitragsnehmer zugute kommen. Denn wenn es zu einem solchen Überschuss kommt, macht sich dieser in einer entsprechenden Beitragsreduzierung bemerkbar. Auch Grund Nummer sieben macht diese Form der Absicherung für viele Versicherungsnehmer so attraktiv. In vielen Fällen ist die Umwandlung in eine Kapitallebensversicherung nämlich möglich, so dass eine Altersvorsorge auf diesem Weg ebenfalls sichergestellt werden kann. Die Versicherungssumme wird meist ohne eine Wartezeit ausgezahlt, wovon die Hinterbliebenen natürlich profitieren, da sie so erst gar nicht in finanzielle Nöte geraten müssen.

Zudem lassen sich die Ausgaben für diese Art der Versicherung von der Steuer absetzen und als Sonderausgaben geltend machen. Dieser finanzielle Anreiz ist somit ein weiterer Grund, der viele Verbraucher ermutigen dürfte, über eine solche Versicherung einmal ernsthafter nachzudenken. Die Versicherungssumme sowie die Dauer der Risikolebensversicherung können zudem individuell vereinbart werden. Somit bietet diese Police ein Höchstmaß an Flexibilität, von dem der Versicherungsnehmer nur profitieren kann. Abschließend lässt sich also festhalten, dass es durchaus eine ganze Reihe von Anreizen und Argumenten gibt, die eine solche Versicherung für eine Vielzahl an Personengruppen überaus attraktiv macht.

Die Nachteile einer Risikolebensversicherung im Überblick

So lohnenswert eine Risikolebensversicherung für die einen auch sein mag, es gibt gleichzeitig eine Reihe von Personen, für die eine solche Versicherung überhaupt nicht sinnvoll ist. Das ist vor allem dann der Fall, wenn die Hinterbliebenen sich selbst versorgen können oder es überhaupt keine Angehörigen gibt, die man absichern möchte. Zudem besteht ein weiterer Nachteil darin, dass man wohlmöglich ganz umsonst in die Versicherung eingezahlt hat, da diese ja nur im Todesfall greift. Gerade Familien mit kleinen Kindern schließen eine solche Versicherung jedoch nur bis zum Ende des Ausbildungszeitraums der Kinder ab, da dann davon auszugehen ist, dass diese sich selbst versorgen können. Wenn die Versicherung vor dem Tod des Versicherungsnehmers also gekündigt wird, zahlt die Versicherung keinen Cent. Zudem kann der Versicherungsnehmer nie selbst von dieser Police profitieren, da sie nur zum Schutz anderer dient. Bei einigen Anbietern gibt es eine Mindestlaufzeit, die einzuhalten ist. Unter Umständen müssen die Verbraucher also viel länger für diese Versicherung bezahlen, als es für sie eigentlich sinnvoll wäre. Sollte es sich um einen Fall von Selbstmord oder Selbsttötung handeln, so greift der Versicherungsschutz oftmals nicht und die Hinterbliebenen erhalten keine Auszahlung von der Versicherung.

Nicht immer lässt sich die Risikolebensversicherung mit einer Kapitallebensversicherung kombinieren, was bei der Anbieterauswahl also bedacht werden sollte, um einen totalen Kapitalverlust nach Möglichkeit vermeiden zu können. Darüber hinaus erhöhen sich die Kosten für diese Art der Versicherung auch mit einem steigenden Alter, da das Sterberisiko entsprechend zunimmt. Raucher oder Extremsportler müssen oftmals ebenfalls deutlich mehr für den Risikolebensschutz zahlen. Da die Versicherer das individuell vorliegende Risiko einzeln prüfen, kann es sogar so sein, dass selbst Menschen mit Übergewicht tiefer für eine solche Police in die Tasche greifen müssen. Somit lässt sich also nur in Anbetracht der eigenen Lebensumstände entscheiden, ob die Vor- oder Nachteile einer Risikolebensversicherung im Einzelfall überwiegen und man sich daher für oder gegen diese Versicherung entscheiden sollte.

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